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Niedersachsentour bzw. das Torfestival in Hannover
Geschrieben von: Lasztoméry András   
Freitag, 26. November 2010 um 11:57


Es war Ende September als mich Sadzsi anrief und mir sagte, dass er Anfang November wieder nach Hannover zum Arbeiten muss. Das kann man auch mit dem Auswärtsspiel unseres BVB in Hannover verbinden. Ich hatte ja noch 9 Tage Urlaub und fix nahm ich eine Woche Urlaub. Wir bestellten wie immer unsre 3 Karten, da Sadzsi´s Schwester auch mit wollte. Der Spieltermin wurde auf Sonntag den 7.11. um 15.30 gelegt und eine Woche vorher bekamen wir auch bescheid, dass mit den Tickets alles klar geht. Nur wo übernehmen wir sie in der Kürze der Zeit? Aber Sadzsi gab ihnen eine adresse in Hannover und nun konnte es eigentlich losgehen.

Kurz vorher musste leider Sadzsi´s Schwester absagen, da sie eine neue Stelle angetreten hatte. Dini wollte zwar mit, aber er bekam kein frei.
Sadzsi´s Arbeitskollege, der schon in Hannover war, war aber schnell bereit mitzukommen. So brauchten wir keine Angst zu haben, dass die Karte verfällt.

Am Vorabend rief mich Sadzsi noch an und sagte mir die Wetteraussichten für Deutschland. Ich konnte ihn aber beruhigen, da ich noch nie mit zu wenig Klamotten unterwegs gewesen bin. Auch wenn hier noch knapp 15° waren, heißt das nicht, dass gerade in Deutschlands Norden schönes Wetter ist.

Am 6.November hatte ich nachmittags noch 2 Basketballmatch zu betreuen. Aber nach Schlusspfiff im Laufschritt nach hause , Tasche fassen und im Laufschritt zum Busbahnhof Népliget. Der Bus nach Veszprém wartet bestimmt nicht auf mich. Kurz nach 22 Uhr startete der Bus und gegen Mitternacht kam ich bei Sadzsi in Veszprém an.

10 Minuten später stiegen wir dann schon in sein Auto und los ging es Richtung Niedersachsen. Bis Regensburg kannte ich ja die Strecke auch und ab da brachte uns das GPS Richtung Hannover. Durch den Osten Deutschlands mit paar kurzen Pausen fuhren wir die insgesamt 1200 km und kamen gegen halb 11 vormittag in Hannover bei Martin an.

Martin ist von Sadzsi´s Mutterfirma ein Arbeitskollege. Das Hotel brauch ich ja nicht weiter beschreiben, weil einige von uns kennen das ja.

In dem Gasthaus klopften wir dann „Füli“ raus. Eigenlich heißt er ja Fülöp István aber alle nennen ihn Füli und er ist für 10 Tage in Hannover zum Arbeiten.
Füli kochte einen Kaffee und wir packten das Auto aus und machten es uns gemütlich.

Nach dem Kaffe noch ein Weizen und einen Jäger.

Gegen halb 1 zogen wir uns stadionfertig an und das war auch wichtig sich diesmal richtig anzuziehen, weil es nur so 3-4° waren.

Mit Strassenbahn fuhren wir in die Innenstadt und von da weiter zum Stadion. Da angekommen vernichteten wir 2-2 Bratwürste und 1-2 Bier. Langsam sammelten sich auch die Massen und auch wir waren nach einem kurzen Schlangestehen im Gästeblock. Es war wirklich sehr kalt, darum versuchten Sadzsi und ich uns an einer heißen Schokolade aufzuwärmen. Füli war das egal, er trank weiter sein Bierchen.

Das Stadion war ausverkauft. Schließlich traf der 4. Hannover auf den Tabellenführer BVB. Es waren bestimmt so 10 000 Gästefans da und wir machten uns nun auf unseren Platz.

Stürmisch begann unsere Mannschaft das Spiel und Schmelzer hatte die erste Möglichkeit, als er aus ca. 30 m abzog.
In der 11. min brach dann aber das Eis als wir verdient in Führung gingen. Kagawa zog von rechts nach innen und in Höhe des 16ers zog er ab und traf zum 0-1.

Hannover blieb weiter ungefährlich, aber ausser dem Freistoß von Sahin und ner Chance von Kagawa war bei uns auch nichts. Höchstens doch vielleicht die vergebene Chance von H96 YaKonan, der ,nach einem Fehler von Hummels , aber vorbeischoß.

Nach dem Seitenwechsel war eigentlich die Frage, ob Hanover auf den Ausgleich spielt oder wir denen noch einen einschenken und damit das Spiel entscheiden. H96 probierte es zwar, aber eher brotlos. Dann kam der Moment, als Sahin zu pisczek spielte, der präzise in den 16 flankte und Barrios zwischen 2 H96 Abwehrspielern die Pike dazwischenbringt und zum 0-2 einschiebt.

Nun explodierten die mitgereisten Gästefans endgültig uns feierten und sangen. Im Gegensatz zu den Heimfans, die mit Tränen in den Augen die Gala des BVB bewunderten.

In der 75. betraten dann 2 weitere polnische Nationalspieler den rasen und das wird sich auch gleich auswirken.

In der 77.min war Kuba daran beteiligt, dass Haggui vom Platz gestellt wurde. Haggui konnte sich nicht verkneifen, dem am Boden liegenden Kuba gegen den Kopf zu treten. Dem Schiri blieb gar nichts anderes übrig als auf Rot und 11meter zu entscheiden. Aber Sahin verschoß diesen Elfer und die mögliche Vorentscheidung.

In der 81. min sahen wir dann eine Kuba-Lewa-Kuba Aktion , aber als Kuba sein Schuß gehalten wurde, bekam Lewa seine Chance und den Abpraller knallte er in die Maschen.

Die Stimmung war im Gästeblock so schon kaum auszuhalten, aber nun brachen alle Dämme. Alles sprang und sang. Deutscher Meister….klar ist es etwas früh, am 11. Spieltag, an einem Nachmittag. Aber wenn unsere Truppe so weitermacht, dann wird am 14.Mai in Dortmund wohl Massenfeiertag sein.

Aber es war noch nicht Schluß. In der 91. min schickte da Silva –Kuba lang und der knallte trocken aus 16 m in den Kasten. 0-4 und KO!

Füli hat es super gefallen und bedankte sich bei uns (dass wir ihn mitgenommen haben). Der Gästeblock war absolut im Siegestaumel.

Nach dem Spiel gingen wir zum Hauptbahnhof und aßen ne Bratwurst. Dann machten wir uns auf den Weg zum Treffpunkt mit Sadzsi´s Arbeitskollegen, welche an dem Tag mit dem Flugzeug nach Hannover gekommen waren. Leider hatte Sadzsi seinen Laptop im Auto gelassen, so dass dieser erst geholt werden musste, damit sie das Programm für den nächsten Tag besprechen können.

Wir saßen in einem türk. Restaurant und da ich bei diesem Thema ja nun mal gar nicht mitreden konnte, hörte ich eben zu. Die anderen aßen noch was, aber ich hatte keinen Hunger und schickte nur ein Efe´s auf den Weg.

Alle waren aber auch müde und da die anderen den nächsten Tag arbeiten mussten, trennten wir uns von den Kollegen und fuhren mit der Strassenbahn Richtung Schlafstätte.
Nach einem heißen Tee und etwas Nachbetrachtung gingen wir auch zur Ruh.

Am nächsten Tag gingen Sadzsi und Füli arbeiten und ich stellte mir den Wecker auf 8 Uhr. Dann ging ich in den Supermarkt auf der anderen Seite und holte mir etwas zum Frühstück. Nach dem Frühstück guckte ich nen Film auf dem Laptop und gegen Mittag machte ich mich auf den Weg in die Stadt. Ich schlenderte durch einige Kaufhäuser und als ich Hunger hatte , nahm ich mir nen Döner mit auf meine Touri-Tour.

Gegen halb 5 traf ich mich mit Sadzsi am Hbf und wir gingen jetzt noch mal in paar Kaufhäuser, da Sadzsi was für seine Kinder kaufen wollte. Dann fuhren wir Richtung Schlafstätte.
Füli war noch nicht da, da er wohl eingeladen war. Abends halb 11 kam aber auch er und erzählte, dass die Party unter freiem Himmel war und das bei 3°C!!!

Dienstags morgen gingen sie wieder arbeiten und ich schaute mir den nächsten Film an. Gegen Mittag machte ich mich auf den Weg zu Sadzsi´s Arbeit. Schnell bei KFC was essen und dann fuhren wir nach München.

Abends gegen 8 kamen wir in der bayrischen Landeshauptstadt an und mit Hilfe des GPS fuhren wir zu Melinda, welche in Dachau wohnte.
Melinda ist eine ehem. Arbeitskollegin von Sadzsi und die hat z.Zt. so einige Probleme. Sie fährt jedes WE nach hause nach Devecser. Ich glaube ich brauche nun keinem erklären, welche Probleme sie bedrücken. (Für die dt. Leser: Devecser ist ein Ort, der von der Giftschlammkatastrofe besonders betroffen ist)

Nach der Ankunft machten wir uns frisch und wollten Abendbrot essen. Nun kochen konnte Melinda nicht wirklich, aber sie hatte Essen bestellt und ich war begeister. Ich habe noch nie Currychicken gegessen, aber ich denke ich werde es noch einige mal essen. Das war lecker.

Beim Essen und Tea redeten wir und dann beim Fernsehen wurden wir müde und gingen zur Ruh.

Mittwoch morgens frühstückten wir reichlich und dann packten wir das Auto ein. Auch die Kleiderspenden der Deutschen für die Giftschlammopfer packten wir ein. Sadzsi musste seine Kollegen abholen. Wir trafen sie und dann packten wir weiter ein und machten uns auf den Weg zu der Elektronik Messe, welche die Jungs besuchen mussten bzw. wollten.

Zwischenzeitlich erzählten die Jungs ne Story vom Vortag. Sie hatten ein Auto am Flughafen gemietet und hatten es in der Innenstadt abgestellt. Der Witz war nur, dass sie die Karre nicht wiedergefunden haben und so nur den Schlüssel wieder abgeben konnten.


Das Messegelände in München ist ja wirklich fast 30x so groß wie das BNV in Budapest.
Die Jungs sind also zur Messe und ich machte mich auf den Weg in die Innenstadt um mir München anzusehen. Ich lief so einiges durhc die Stadt, bei schönem Wetter und gegen Mittag setzte ich mich hin und genoß Bratwurst und Bier.

Nachdem ich keine Lust mehr zu laufen hatte , so am frühen Nachmittag,  konnte ich nicht anders und aß einen bayrischen Apfelkuchen und dazu ne schöne heiße Schokolade.
Dann machte ich mich auf den Weg zum Treff mit Sadzsi, aber nicht auf dem Weg noch an einem Döner zu naschen.

Nachmittags gegen 5 machten wir uns nun auf den Weg nach Veszprém, wo wir gegen halb 12 nachts eintrafen. Da ich nun keinen Anschluß nach Budapest hatte, besorgte mir Sadzsi ne Unterkunft bei einem Kollegen. Die Wohnung steht leer, da sein Kollege für 2 Jahre in der Schweiz arbeitet.

Nach einem augiebigen Schlaf und einer schönen Dusche kam morgens dann gegen 8 Uhr Sadzsi und wir packten nun schnell das Auto aus. Dann brachte er mich zum Bus.
Mit dem 9 Uhr Bus konnte ich fahren und kam gegen halb 12 in Budapest an.

Es war ne einzigartige Tour und ein super Spiel.

Danke Sadzsi, dass du mir es ermöglicht hast.

HEJA BVB