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Berlin-Deutschlands Hauptstadt-oder besser Hertha vs. BVB
Geschrieben von: Lasztoméry András   
Dienstag, 27. April 2010 um 14:35


Da ich ja leider im April 2008 nicht mit zum Pokalfinale mit nach Berlin fahren konnte, und es schon immer mein Wunsch war Berlin zu sehen, war es für mich keine Frage, mal auch zu einem Spiel nach Berlin zu fahren.

Im November warf Dirk das Thema auf und staunte auch nicht über die, die sich meldeten. Dini, Kriszti und ich waren sofort dabei.
Das änderte sich dann aber, weil Dini und Kriszti nicht konnten. Trotzdem machten wir uns dann zu 5 auf den Weg nach Berlin (Tapio und seine Freundin Tatjana, Bazsi, Dirk und meine Wenigkeit)

Das änderte sich dann aber, weil Dini und Kriszti nicht konnten. Trotzdem machten wir uns dann zu 5 auf den Weg nach Berlin (Tapio und seine Freundin Tatjana, Bazsi, Dirk und meine Wenigkeit)

Am Tag vor dem Reisetermin rief ich bis auf Bazsi (seine Nr. hatte ich noch nicht) alle an um die Zeiten und Treffs abzusprechen. War auch ganz gut so, da Tapio sich wohl verlesen hatte und sich die Check-In-Zeit als Abflugzeit notiert hatte. Ich wies ihn darauf hin, dass er etwas länger schlafen kann, da er ja eh so gern schläft. Am nächsten Tag bekam ich aber die Quittung, dass ich ihm erlaubte länger zu schlafen.

Am 26. März hatte ich morgens noch einen Termin mit der OTP-bank an der Thökölly Strasse und darum erklärte ich Dirk, der um 8Uhr am Bahnhof ankam, dass wir uns da treffen und zusammen raus zum Flughafen fahren.

Mit der Straßenbahn 1 fuhren wir bis Népliget und von da mit der Metro bis Köbanya-Kispest. Von da brachte uns der Bus 200E zum Flughafen.

Nach Ankunft am Flughafen prüften wir schnell ob mit unserem Flug alles in ordnung ist und dann rief Dirk den Bazsi an, der aber nicht sofort sein Telefon annahm. Zwischenzeitlich rief Zlotyi durch und erkundigte sich nach dem Stand der Dinge. Tapio rief dann an, dass sie sich verspäten würden und draussen trafen wir auch Bazsi  bei einer Zigarette.

Nach kurzer Zeit trafen dann auch unsere Wellness-Hochzeitsreisenden ein und entschuldigten (sich nicht zum letzten Mal an diesem WE) für die Verspätung.

Schnell eingecheckt, Koffer aufgegeben und dann noch ein Bierchen getrunken, was Bazsi mitgebracht hatte. Dann ging es auch schon los. Der Flug verging echt schnell. Wir sprachen über unseren Fanclub und unseren Verein und schon setzten wir zur Landung an. Die war etwas hart, aber wir waren unten. Nach der Landung gingen Dirk und ich schon raus um uns etwas Orientierung zu verschaffen, während  Bazsi und die Tapio´s auf die Koffer warteten.

Nun kam meine Zeit, oder wie Dirk mich seitdem nennt: GPS-Laszti. Ich griff mir so einen ÖPNV-Plan und fix hatte ich unsere Route zusammengestellt. Eine kurze Zeit später verabschiedeten sich dann die Tapio´s, da sie bei einem Bekannten in Berlin übernachteten. Wir fuhren bis zum Potsdamer Platz weiter.

Da ich von da aus nicht genau wusste, wo die Anhalter Strasse ist, fragte Dirk schnell einen vorbeikommenden Touristen nach seinem Stadtplan und ruckzuck hatten wir es gefunden. 5 min Spaziergang und wir hatten unser Hotel erreicht und bezogen unsere Zimmer.

Nach einer kurzen Pause und Erfrischung gingen wir zum Brandenburger Tor, wo wir um 16 Uhr mit unserem Hochzeitsreisenden-Pärchen verabredet waren. Natürlich verspäteten sie sich wieder, aber das sind wir nun schon gewöhnt von ihnen. Mit einem Eiskaffee und Gesprächen verkürzten wir die Wartezeit und kurze Zeit war unsere Gruppe wieder komplett. Nun konnte unser Touristen-Stadt-WE beginnen!

Vom Brandenburger Tor aus schlenderten wir zum sich in der befindlichen Reichstag. Auf halbem weg vernichteten wir ne Bratwurst und sahen so einige Kreuze am Zaun. Diese erinnern an die Opfer der Mauer. Vorm Reichstag sahen wir dann auch ein Kriegsdenkmal. In den Reichstag gingen wir leider nicht, weil die Schlange davor doch zu lang war.

Da es ein sonniger Nachmittag war machten wir auf der großen Rasenfläche vorm reichstag ein kleines Päuschen. Dann ging unser Städtetrip weiter und wir schlenderten Richtung Alexanderplatz. Vorbei am Dom, am ehem. Ministerium für Staatssicherheit, an der Museumsinsel ging es nun. Ist nun doch eine ganz schöne Strecke bis zum Fernsehturm. Aber da wollten wir unbedingt rauf. Das dachten aber nicht nur wir. Darum war es mind. eine Stunde Wartezeit. Wir kauften trotzdem die Tickets und nutzten die Wartezeit um bei einem Thai schnell etwas zu essen. Nun war es soweit und wir fuhren rauf. Die 203 m schafft der Lift in 40 Sekunden. Es sieht einfach wunderbar aus, Berlin aus dieser Höhe zu sehen. Obwohl es nun schon dunkel war. Als wir genug gesehen hatten, fuhren wir wieder runter und guckten uns auf dem Alexanderplatz  noch die Weltzeituhr an.

Über die Friedrichstrasse schlenderten wir zum Potsdamer Platz. Nun schickte ein Sturm seine Vorboten und wir fanden direkt am Hotel ein schönes Pub. Da gingen wir rein, schon zum Schutz vorm Sturm. Bei ein paar Bier besprachen wir das Erlebte, Gesehene und machten auch schon das Programm für den nächsten Tag.

Nachdem die Tapi´s sich verabschiedet hatten, gingen Bazsi, Dirk und ich ins Hotel. Wir guckten da noch schnell ins Internet, tranken noch was und dann wurde es auch Zeit, dass wir uns ablegten.

Samstag schafften wir es etwas auszuschlafen. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Brandenburger Tor, wo wir um 11 Uhr mit Tapio verabredet waren. Aber er war mal wieder nicht pünktlich. Das macht aber nichts. Wir sind es von ihm nicht anders gewöhnt, dass er sich verspätet, oder verschläft oder aber verschläft und sich deswegen verspätet. So kennen wir ihn und genauso mögen wir ihn auch!

Vom Tor gingen wir zum Hauptbahnhof, wo die Jungs aus  Riesa ankommen sollten. Dirk ist ja auch aus dieser Stadt und mit diesem Zug kamen einige Bekannte,  die er gern treffen wollte. Von da aus fuhren wir dann raus zum Olympiastadion. Am Stadion suchte Dirk schnell den Jens, der unsere Karten hatte. Bis hierhin war alles in Ordnung.

Nun bekam Dirk einen Anruf seines ehem. Schulkollegen, dass sie erst gegen 15 Uhr am Stadion sein würden. Da mussten wir Dirk leider alleine lassen , damit wir reinkönnen und unsere Fahne aufhängen können.
Die Stimmung im Block war einfach super. Unsere Tickets waren zwar für G2, aber wir blieben gleich in G4, wo wir auch unsere Fahne aufgehangen hatten. Wir aßen die übliche Bratwurst und tranken ein sehr leichtes Bier. Mit Dirk konnten wir nur per SMS Kontakt halten, da er schlussendlich in G2 gelandet ist. Aber wir sprachen uns für die Pause ab.

Übers Spiel möchte ich nicht wirklich viel sagen, weil ich es einfach furchtbar fand. Owo und Santana in der Verteidigung waren ein ums andere mal heillos überfordert. Besonders in der 80. min. Da köpfte Gekas nach einem Fehler von Santana ein. Die Berliner feierten nun. Aber nur eine halbe Minute, weil der Schiri den Treffer des Griechen wg. Abseits zurückpfiff. Nun waren es die Dortmunder die feierten. In der letzten Minute hätten unsere Jungs bald noch gewonnen, aber Sahin schaffte es eine 100%ige übers Tor zu schießen. Ein gerechtes Unentschieden in einem schlechten Spiel.

Nach dem Spiel ging Dirk noch schnell zu Jens und dann zogen wir auch schon zur S-Bahn um ins Hotel zu fahren, damit wir uns etwas frisch machen konnten, weil am Alexanderplatz schon ein Bekannter von Dirk wartete.

Weil wir nun etwas Hunger hatten suchten wir am Platz ein Lokal. Aber samstags abends war das Ding voll und wir fanden nur Platz auf der kühlen Terrasse. So kalt war es aber dann doch nicht, weil die mit Gaslaternen beheizt wurde. Ein nettes Plätzchen eigentlich diese Caramba. Wir aßen was Vernünftiges und gegen 23 Uhr machten wir uns auf den Rückweg.

Beim Umsteigen mussten wir wieder einmal mehrere Treppen nehmen und das war dann wohl mal langsam zuviel für Bazsis geschundene Beine. „ Diese verfl…Treppen….ich krieg das K…n“ ! Wir haben uns schlappgelacht. Weniger über das Fluchen, sondern eher wie Bazsi das rüberbrachte dieses Drama.

Zurück im Hotel blieben die beiden noch unten an der Bar. Ich war baer einfach platt und machte mich lang.

Der Sonntag begann aber mit einem Drama. Es war ja Zeitumstellung. Da ich aber nicht mehr genau wusste, ob mein Telefon das automatisch macht, machte ich das vorm Einschlafen. FEHLER! So hatte ich noch ne Stunde weniger Schlaf.
Nach dem Frühstück warteten wir auf Tapio. Da Tatjana schon sonntags zurückflog, zog er nun zu uns ins Hotel. Aber unser Freund Tapio hatte wegen des Halbmarathons in Berlin einige Umwege zu laufen und kam etwas später.

Unser erster Weg führte uns nun zum Checkpoint Charlie. Da gingen wir auch ins Museum. Wer sich für die Ost-West-Geschichte der Stadt interessiert, der sollte dahin gehen. Anhand der Exponate und Dirks Erklärungen erfuhren wir da sehr viel.
Vorm Museum machten wir noch paar Fotos und von da aus gingen wir die gesamte Friedrichstrasse zur S-Bahn. Mit dieser fuhren wir dann zum Schloß Charlottenburg. Dieses Bauwerk ist einfach schön und ist auch an einem sehr schönen Platz.
Wir schauten uns da noch etwas um und machten uns dann auf den weg zur Siegessäule. Da es zu regnen anfing, gingen wir kurz in eine Lokalität und tranken Bier und Cappuccino.

Die 2km zur Siegessäule legten wir zu Fuß zurück und redeten und redeten.

Danach stiegen wir in den Bus 100 und fuhren bis zum Alexanderplatz. Da es nun mittlerweile Abend war, beschlossen wir im selben Lokal wie am Vorabend zu essen. Diesmal bekamen wir auch drin einen Platz und mussten nicht draussen frösteln. Danach ging es zurück zum Hotel. Leider war der Pub von Freitag geschlossen und wir setzten uns bei Bier und O-Saft noch an die Hotelbar. Irgendwann ging es dann aber ab in Bett.

Montags morgen frühstückten wir wie immer um halb 9 und gegen 11 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Flughafen. Verwunderlicherweise war seit Beginn unserer Tour noch nichts passiert, dabei war doch Katastrophen-Dirk in unseren Reihen.

Am Flughafen erfuhren wir dann, dass im Flughafen das Computersystem ausgefallen war und die Bordkarten nun von Hand ausgestellt werden. Bedanken kann sich hier Bazsi, der deswegen nichts für den Koffer bezahlen musste. Da diese prozedur aber länger dauerte, startete unser Flug nun mit einer 30 minütigen Verspätung. Ist klar, Dirk ist zwischen uns…

Durch die Verspätung hatten wir nun etwas Zeit etwas im Burger King zu essen. Dabei beobachteten wir die Leute und uns fiel eine muslimisch gekleidete Frau auf, die herumlief, als wenn sie nicht weiter wusste. Zuerst fragte sie mich wo die Maschine nach Pisa denn abfliegt. Ich sagte es ihr.  Nun fragte sie Dirk und auch die Polizisten die da rumliefen. Alle erklärten es ihr, aber diese Frau verstand keine Sprache. Lesen konnte die ich glaub auch nicht. Ich kann es nicht verstehen, wie man so dann alleine in der Weltgeschichte rumfliegen kann.

Tapio hatte nun genug gesehen und brachte sie zum Gate, welches aber schon geschlossen war.

Der Rückflug war voll und wir saßen nun verstreut im Flieger. Nach einem ruhigen Flug und einer angenehmen Landung warn wir wieder in Budapest. Bazsi nahm ein Taxi, damit er pünktlich zum Zug kommt. Wir 3 fuhren mit Bus und Metro in die Stadt. An der Népliget verabschiedeten Tapio und ich uns von Dirk und mit der Straßenbahn fuhren wir weiter. Nach 3 Stationen verabschiedete ich mich nun von Tapio und lief die restlichen paar Meter nach hause.

Es war eine schön Tour mit vielen Lachern und Spaziergängen. Berlinist eine wunderschöne Stadt. Muss man gesehen haben. Hat sich wirklich gelohnt dahin zu fahren. Das Spiel unserer Jungs war zwar nicht so toll, aber die Stimmung hat auch das wett gemacht.

Danke an alle die dabei waren….

Heja BVB! Heja BVB Fanclub Ungarn!