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Die Geburtstagstour Dortmund-Freiburg Am 19.12.2009
Geschrieben von: Lasztoméry András   
Samstag, 26. Dezember 2009 um 19:34


19.12.1909 der wichtigste Tag-die Gründung unseres Klubs
Der Spielplan bescherte uns ein Heimspiel gegen den SC Freiburg und auch wir begannen nun unsere Tour zu planen.

Nach monatelanger Planung ( Hotel;Flug; Tickets usw.) war nun also der Tag gekommen.
Doch schon vorher begannen die Probleme.
Mehrere unserer Mitfahrer lagen kurz vorher krank im Bett. (Zlotyi samt Familie, Fam. Wörns und auch ich) Sádzsi schaffte es dann, sich 2 Tage vor Abreise einen  Bänderriß beim Fußball spielen abzuholen. So musste er die Reise absagen. Leider.

2009.12.18 Tag des Abflugs. Wir hatten besprochen, dass wir uns um 9.00Uhr am Flughafen Ferihegy Terminal 1 treffen.
Wie verabredete trafen nach und nach alle ein. Gegen 9.00Uhr wurde unser Flug, welcher 11.10 starten sollte auf 13.50 verlegt. Fam. Wörns, Zlotyi und Dirk waren noch nicht da, darum rief ich sie an und sagte ihnen, dass sie sich nicht beeilen brauchten. Ein paar machten sich auf in den TESCO um etwas Getränke und Essen zu besorgen für die Stunden Wartezeit.
Gegen halb 10 kam dann der nächste Hammer. Unser Flug war gestrichen. In London schneite es und deswegen konnte unser Flieger nicht kommen. Nach ca. 2 Std. Klärungen, wurde uns ein Flug am Sonntag vorgeschlagen. Toll, was nützt uns ein Flug am Sonntag, wenn das Spiel samstags ist.
Nun begannen die Überlegungen. Was machen? Fahren? Nicht fahren. Alles telefonierte hin und her und Wörns schaffte es einen Bus zu besorgender uns nach Dortmund bringen würde. Zwischenzeitlich rief Dirk noch das IBIS an und stornierte die Zimmer.
Der Vater von Krisz, verabschiedete sich nun von uns, da er sich die Bustour nicht antun wollte. So starteten wir nur noch mit 16 Mann.

Mit 4 Autos fuhren wir nun nach Babolna, von wo der Bus starten sollte. Familie Wörns lud uns nun schnell noch auf einen Drink ein. Naja, ich deneke, die Hausbar muss nun wieder gefüllt werden. Zwischenzeitlich wurden einige Sachen umgepackt und dann sollte es auch schon losgehen. Im Treppenhaus traf ich noch ein sehr süßes Hundchen, aber besser war das Frauchen…schade das Budapest soweit weg ist von Babolna…

Schnell nahm jeder seinen Platz im Bus ein und schon nach kurzer Zeit ging es los. Aber kurze Zeit später durfte der Bus auch schon anhalten, da so 80% der Truppe sich erleichtern musste. In einem Nachbardorf luden wir noch den 2. Fahrer ein und auf ging es. Die Stimmung war schon gut und nun kamen auch die ersten Palinka,Jäger und Bier zum Vorschein. Unser „Reiseführer“ Zlotyi versuchte die Stimmung noch zu heben und suchte in dem DVD Programm 2 Filme für uns raus. „Védd magad!“ und „Vitathatatlan 2“. Sind bestimmt tolle Filme, aber viele achteten nicht drauf und waren eher am reden.

Whiskey-Laci kam sofort mit jedem klar. Erst witzelte er mit Pierre und dann wettete er mit Zlotyi wegen Valdez. Dann fing er mit mir an, ich würde eh nur nach Dortmund fahren um mir das Trikot zu kaufen, weil ich mir immer ein Trikot kaufe.
War echt lustig.

So fuhren wir unserem Zielort mit durchschnittl. 95km/h entgegen. Mit Einbruch der Nacht wurde es auch kälter. Das spürten wir nun auch im Bus. Um die Füße rum wurde es eisig kalt. Die Fenster begannen von innen zu frieren. Mützen,Schals und Jacken froren an den Scheiben an. Der Bus hatte irgendwie die falsche Wärmedämmung, sofern er eine hatte.
Ab und zu hielten wir an um kleine Pausen einzulegen. Bei einer dieser Pausen, hatten grad alle den Platz eingenommen ( dachten wir zumindest), als neben dem schon fahrenden Bus jemand auftauchte und gegen den Bus schlug. Wir fragten uns schon, wer der Bekloppte ist, der hier nachts gegen den Bus schlägt. Gut dass wir anhielten, weil es Dirk war, den wir fast da in der Puszta hätten stehen lassen.
Gegen 10 Uhr abends hielten wir am Rasthof Bayrischer Wald um Abendbrot zu essen. Na die freuten sich über die 18 Leute. Eigentlich wollten die meisten da gerade nach hause, aber uns bedienten sie noch schnell.

Nach dem Abendbrot ging es weiter und trotz Schneefalls kamen wir so gut voran, dass wir morgens gegen 7.00 noch eine Pause einlegten am letzten Rasthof vor Dortmund. Dort warteten wir dass die Zeit verging.

9.00Uhr erreichten wir unser Ziel und brachten nun erstmal unsere Fahrer ins IBIS, damit sie sich ausruhen und ausschlafen konnten für die Rücktour. Jeder kramte noch schnell paar warme Sachen raus und dann ging es ab in die Stadt. Hier verabschiedete sich Àbel, der zu seinem in Dortmund wohnenden Bekannten ging.

Wir schlenderten nun gemütlich in die eiskalte Innenstadt, die ein großer Weihnachtsmarkt war. Zuerst stürmten wir ein Büfé, in dem wir erstmal Bratwurst,Pommes und Bier vernichteten.
Auf dem Platz fanden wir auch einen Fanshop. Wir beschlossen hineinzugehen um uns aufzuwärmen und auch 1-2 Sachen zu kaufen ( Handschuhe, Trikot und natürlich für die Kiddies was). In dem Fanshop trafen wir auch auf 2 ungarische Fans. Klein ist die Welt.
Am Eingang traf dann Dirk auch einen Bekannten aus Plettenberg und sie redeten etwas.
Nun suchten wir unter dem Weihnachtsbaum einen Stand. Es gab viele Handwerkssachen, aber unser Ziel war nun ein Glühweinstand. Hier trafen wir auch die 5, welche mit dem Auto von Budapest gefahren sind um an diesem Geburtstag dabei zu sein. Während wir so Glühwein und Jäger zum Aufwärmen tranken, stach mir unser Fanclubschal ins Auge, den jemand trug. Wie sich herausstellte, war das der mann, den Zlotyi beim Pokalfinale getroffen hatte. Der mit dem ungarischen Papa.

Die Zeit verging und wir machten uns nun auf zur U-Bahn um ins Stadion zu fahren. In der Bahn war es angenehm warm und ich begann nun auch meine Zehen wieder zu spüren. Ich wollte ja noch ne Runde fahren, aber die anderen wollten nicht.

Am Stadion war schon richtig was los und Zlotyi und Wörns holten schnell die an der Hinterlegungskasse liegenden bestellten Karten. Da nun 2 Karten zuviel waren, gaben wir sie einem Vater mit seinem Sohn.

Natürlich gingen nun alle noch mal in den Fanshop am Stadion. Ein Teil um sich aufzuwärmen, die anderen um sich umzusehen und einzukaufen.

Anderthalb Stunden vorm Spiel gingen wir ins Stadion. Alle wollten natürlich auf die Süd. Hier passierte es dann, das Zlotyi seine Dauerkarte eingezogen wurde. Selbst nach mehreren Gesprächen bekamen wir sie nicht wieder. Sie glaubten nicht, dass wir aus Ungarn sind und dann noch ne Dauerkarte haben.

Nun gingen wir alle in unsere Blöcke.
Hier traf dann Àbel zu uns.

Es war eine Wahnsinnsstimmung schon vorm Spiel. Jeder sang und hüpfte und freute sich eigentlich nur, bei diesem Ereignis dabei zu sein. Vorm Spiel wurde nun auch eine große Fahne hochgezogen, die die Fans nach oben gaben. Die ganze Südtribüne war nun bedeckt. Hinter dem Tour wurden die Konterfeis der alten Legenden und Helden hochgezogen. Der absolute Wahnsinn.
Die Stimmung erreichte einen erneuten Höhepunkt, als Schmelzer auf der linken seite durch war und den Ball genau auf den Kopf von La Panther Barrios zirkelte. Der netzte zum 1-0 ein. Nun feierte wirklich jeder.

Im Stadion war die Stimmung viel besser als sonst. Lag bestimmt auch an der Kälte (-16°), dass jeder hüpfte und sich warmsang. Aber es ist immer ein Erlebnis dies live zu erleben. Nicht umsonst stehen im schönsten Stadion der Welt auch die besten Fans.

Das Spiel dümpelte nun vor sich hin, weil auch unsere Jungs sich mit dem Minimalziel zufrieden gaben. Trotzdem hätte Freiburg fast ausgeglichen, nach einem Fehler unserer Verteidiger. Aber Roman hielt super.
Und nun konnte die Südtribüne ihr :“SIEG“ anstimmen.

Die Mannschaft machte nachdem Schlusspfiff nur kurz die Welle und wollte dann Richtung Umkleide abbiegen. Aber die Fans wollten noch das übliche Feiern und Hüpfen mit der Mannschaft. Das gab ein Pfeifkonzert und Dede unser Routinier lenkte ein, und winkte die Mannschaft zurück zu den Fans um das übliche Prozedere zu vollziehen. Das beruhigte die Fans und wir feierten nun gemeinsam.

Nach dem Spiel blieben alle auf ihren Plätzen, weil nun das Festprogramm folgte. Lasershow, Chor und ein ca. 10 min Feuerwerk. War wirklich klasse.

Viele Fans zogen nun zu den Westfalenhallen um weiter zu feiern. Wir fuhren nun langsam mit der Bahn zum Hotel um nach hause zu fahren.

In Hagen (ca. 40km von Dortmund) mussten wir nun unfreiwillig halten. Immer noch keine Heizung im Bus und die Windschutzscheibe begann von innen zu frieren. Wir hielten an einer Tankstelle und die Fahrer suchten nach der Ursache. Wir hatten die Kühlflüssigkeit verloren. Kurz darauf war auch klar warum. Ein Rohr war gerissen. Nun begannen erneut die Telefonate wie vor 1 ½ Tagen.

Nun begannen die richtigen Probleme. Werkstatt war zu teuer und mittlerweile war es Samstag abend halb 9!Auch waren wir nun am Überlegen, wie wir nach hause kommen. Eine Version wäre, den gebuchten Rückflug zu nutzen. Aber wer sagt uns, dass easyjet am Sonntag fliegt. Bleiben Bus und bahn, aber noch mehr Ausgaben, wollte sich nun keiner mehr leisten.

Nun beschlossen wir, den Bus hinzukriegen und die Fahrer waren nun schon am Basteln. Sie erneuerten irgendwie das Rohr. Nun froren die Scheiben wenigstens nicht mehr ein, aber warm war es trotzdem nicht im Bus. Wir fuhren trotzdem los.

Nach einigen Stops kamen wir dann doch Sonntag Mittag am Startort Babolna an.
Nach paar kurzen Streitereien mit dem Fahrer, bezahlten wir den Bus und durchfroren verabschiedeten wir uns voneinander. Dann fuhren wir mit den Autos weiter.

So kam dann jeder durchfroren du müde, aber glücklich wieder zu hause an.

Ein Klub wird nur einmal 100 Jahre und jeder hat bei dieser Tour Erlebnisse und Erfahrungen gemacht. Zum einen wäre da das Wetter, was letzte Woche 0 Grad hatte und eine Woche später schon 20 Grad. Aber nicht minus. Also überleg, ob du im Winter reisen willst.

Aber ich bereue es nicht, weil es ein einmaliges Erlebnis war.

HEJA BVB !

FROHES NEUES JAHR EUCH ALLEN!!